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das kann ich auch (i can do this, too. transformationseries since 2002)
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das kann ich auch. transformationsreihe seit 2002. video/fotodokumentation
01: peter sloterdijk? das kann ich auch! start: juni 2002, wien
02: sascha hehn? das kann ich auch! start: juli 2002, berlin
03: gustav mahler? das kann ich auch! start: august 2002, klagenfurt
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dieses projekt soll zeigen, wie strategien der selbstinszenierung eingesetzt werden, um bilder von sich selbst (als philosoph, macho, musikergenie) zu transportieren, um bestimmte positionen für sich zu beanspruchen, und mythen zu schaffen. was zeigt ein philosoph/macho/musiker von sich, wo und wie lässt er sich fotografieren, welche geschichten werden über sein leben erzählt. die idee zu diesem projekt kam uns bei einem foto von peter sloterdijk in dem buch schnellkurs philosophie: der denker vor seinen unendlich vielen büchern im lederfauteuil, den blick abgewandt, versunken in gedanken. ich pupse gleich.

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this project should make strategies of self-staging transparent, how to use special kind of pictures or photographs (the philosopher, the macho, the musicgenius...)to demand certain positions for one's own, to create history or myths. what is a philosopher/macho/musician showing from himself on a photograph, where and HOW does he wants to get photographed, what kind of stories are told about his life. the idea to this project coincided with a photograph we saw that was showing the philosopher peter sloterdijk: the great thinker in front of his incredible amount of books, sitting in his old leatherchair, lost in thought, his eyes averted. i fart right now!

 

 

 

daher ist unsere erste aktion:

peter sloterdijk? das kann ich auch!
binden Sie sich den philosophenbart als transformationsgegenstand um und nehmen sie platz, formen sie aus ihrer rechten hand die peter sloterdijk-philosophenschaufel (wir stellen Ihnen anschauungsmaterialien zur verfügung), seien sie inspiriert durch die masse des wissens, die ihnen in form eines überwältigenden ikea-bücherregals als bildhintergrund dient und lassen sie sich von seinen worten umspülen:

"der traum, dem ich folge, ist der, den sterbenden baum der philosophie noch einmal blühen zu sehen - in einer blüte ohne enttäuschung, übersät mit bizarren gedankenblumen, rot, blau und weiß schimmernd in den farben des anfangs, wie damals im griechischen frühlicht - als die theoria begann und als, unglaublich und plötzlich wie alles klare, das verstehen zu seiner sprache fand. sind wir kulturell wirklich zu alt, um solche erfahrungen zu wiederholen?"
(unser kommentar dazu: wir sind dran und wir sind gut. männer, die um machtverlust jammern, tun uns nicht leid. bizarre gedankenblumen sind ja okay, aber die mit hamiltonschen weichzeichner verklärte sentimente rückwärtsgewandtheit bringt nicht klarheit sondern uns zum kotzen. und dazu das bild. lieber philosoph, liebe büchermacher, liebe fotografen: das finden wir scheiße!)

nachdem wir sie im moment ihres intensivsten einsseins mit dem philosophen abgelichtet haben, können sie sich wieder erheben und wir sagen: gratulation zu peter sloterdijk, das kann ich auch!


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die folgenden fotos entstanden im clüb brüllée #1, am 21. februar 2003, im flüc am praterstern. ein teil der menschen des immer zu experimenten aufgelegten monochrom-universums schlüpften in peter sloterdijk (frau führlinger, kråke, der herr mit dem turban und andere) wie auch djane günther, richard "apple" hilbert und der diskussionsfreudige gast, dessen namen wir nicht wissen. kathleen hanna hat zu dem thema auch mal kräftig gepupst und sich in pose geworfen - eine schwester im geiste!  

 

 

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sascha hehn? das kann ich auch!
für die in berlin durchgeführte aktion standen uns keine anschauungsmaterialien zur verfügung, doch sascha hehn hat sich mit seiner rolle als doktor der schwarzwaldklinik in das gedächtnis vieler jugendlicher eingespielt. lediglich eine weiße strickweste, die an bündchen und kragen blau-gestreift ist, konnten wir als erinnerungsrelikt und transformationsgegenstand verwenden. dieses kleidungsstück um die schultern getragen und die im gedächtnis schon leicht verblichenen bilder des jungen doktors reanimierend, wurden die kandidaten abgelichtet und mit den worten „gratulation zu sascha hehn, das kann ich auch!“ wieder in ihren alltag entlassen.

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gustav mahler? das kann ich auch!
alle auf der anmeldeliste eingetragenen werden von den schwestern brüll eingeladen, einen ausflug in die landeshauptstadt kärntens zu gustav-mahlers komponierhäuschen zu machen und sich von dem haus und der umgebung inspirieren zu lassen. Im hintergrund spielen wir ein von ihm an diesem platz komponiertes lied, bildmaterialien und transformationsgegenstände werden wie immer zur verfügung gestellt. schließen sie dann die augen, lassen Sie sich von den Eindrücken umspülen und im moment ihres intensivsten einsseins werden sie von den schwestern brüll abgelichtet und mit den worten „gratulation zu gustav mahler, das kann ich auch“ in ihre zukunft entlassen.