das brüllzimmer (the screamingroom. radioshow for revolutionary youngfeminists.)
das brüllzimmer. die radiosendung aus unserem heimstudio fs23/17. seit november 2002: die schwestern brüll sitzen in ihrer bibliothek um den tisch, der vollbeladen ist mit büchern, musik und famosen utensilien aus dem leben revolutionärer jungfeministinnen und sprechen über themen, die unter den rotlackierten fingernägeln brennen.
watch out for mitschnitte auf kassetten!
um doch ein paar mehr haensinnen zu erreichen, versuchen wir, bei radio orange unterzukommen. naja. trotzdem suchen wir immer noch talentierte technikerInnen, die uns beim aufbau eines piratinnensenders hilfreich zur seite stehen können. meldet euch, chicks!
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KONZEPT:
das brüllzimmer. die radiosendung für revolutionäre jungfeministinnen von und mit den schwestern brüll.
die schwestern brüll sind drei damen, die seit mehreren jahren ihr projekt der idealidentätsrealisierung verfolgen. verstrickt in die scheinbaren erfordernisse des systems versuchen sie immer wieder projekte zu verwirklichen, die ihrer leidenschaft entspringen:
die große brüllshow in der arena wien im juni dieses jahres war definitiv die initialzündung für den plan, weiterhin auf den bühnen der welt zu stehen. unsere brüllshow ist vom konzept her als talkshow gedacht, in der gaestinnen zu den themen befragt werden, die uns an ihnen interessieren, in der aber auch musikalische, künstlerische und ähnliche darbietungen platz haben.
die themengebiete, die uns drei schwestern interessieren, verbinden kunst und musik mit dem privaten und öffentlichen leben, mit politik, feminismus und herrschaftskritik. feminismus verstehen wir als eine strategie, althergebrachte und immer noch weitergeschleppte hierarchische machtstrukturen in leben und denken zu kritisieren und ihnen etwas anderes gegenüberzustellen: offenheit,tausend plateaus, dilettantismus und scheitern als option statt der hysterie des männlichen expertentums, rhizomartiges forschen, freiheit, leidenschaft, vermittlung statt machterhaltungsstreben, aufzeigen von der gemachtheit dessen, was als gegeben akzeptiert wird, fragen aufwerfen statt antworten aufzustellen. das hat genau soviel mit frauen zu tun, wie wir alle, jeder mensch mit weiblichkeit zu tun hat. feminismus ist für uns eine weltsicht, die hinter das blicken lässt, was da vor uns in jahrhunderten aufgebaut wurde und uns als unsere welt, unsere möglichkeiten verkft wird.
die radioshow würden wir als raum nutzen, über die themen zu diskutieren, die uns in unseren projekten gerade beschäftigen, z.b. manifeste in kunst und musik, dilettantismus, mode als maskerade, inszenierung von philosophenphotos, körperbehaarung, liebeserklärungen, popstars, wie kann man am besten heimmusik aufnehmen. die themen gehen uns nie aus, so scheint es uns, und eines bringt uns assoziativ im dominoeffekt zu so vielen anderen, zu einem ganzen universum an brüll-fragen. da wir an vielen projekten arbeiten (live love. oral histories of passionate liveways (interviewprojekt), peter sloterdijk? das kann ich auch! (transformationsprojekt), insekten wollen busen (mode), brüllkonzertmusikgruppe (heimmusik kommt ganz groß raus), stammtisch des unnützen wissens (heimabende, die zur aneignung von fähigkeiten dienen), etc.), können wir die diskussionen auch gleich quasi als material in unsere arbeit einfließen lassen und anderen menschen vielleicht auf die sprünge helfen, ihre idealidentität zu realisieren.
das brüllzimmer wurde bisher bei uns zuhause aufgenommen und sollte via kassetten unter die leute gebracht werden. im radio gings natürlich einfacher. wir machen weiter!