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rosemarie rauscher über die "politik im underground"
auszüge aus:
rosemarie rauscher: "politik im underground. zur problematik von musikveranstaltungslokalen der subkultur in wien am beispiel arena und flex", diplomarbeit, wien 1998
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| 1 | | 1. | | vorbemerkungen |
| 2 | | 2. | | einleitung |
| 28 | | 3. | | die arena |
| 28 | | 3.1. | | die heutige arena erwächst einer protestbewegung im jahre 1976 |
| 29 | | 3.1.1. | | die besetzung des auslandsschlachthofes |
| 33 | | 3.1.2. | | ein kultursommer voller gegensätze |
| 51 | | 3.1.3. | | organisation, innere struktur und kulturengagement der besetzer |
| 61 | | 3.1.4. | | geschichte und nutzung des auslandsschlachthofs st.marx |
| 64 | | 3.1.5. | | die unterstützer der besetzung |
| 68 | | 3.1.6. | | die gegner des st.marxer kulturprojekts |
| 80 | | 3.1.7. | | die medien |
| 84 | | 3.1.8. | | tragweite und relevanz des kulturprojekts |
| 88 | | 3.2. | | die arena im inlandsschlachthof |
| 89 | | 3.2.1. | | der inlandsschlachthof kann nicht sofort benützt werden |
| 92 | | 3.2.2. | | der einzug in die backsteinbauten |
| 96 | | 3.2.3. | | die interne organisation und problematik in der anfangsphase |
| 102 | | 3.2.4. | | die durststrecke in den späten 70er jahren |
| 105 | | 3.3. | | das kulturzentrum gewinnt an eigenem profil |
| 106 | | 3.3.1. | | der leichte aufschwung in den 80er jahren |
| 111 | | 3.3.2. | | unüberwindbare innere konflikte |
| 116 | | 3.3.3. | | ein boom zu ende des jahrzehnts |
| 117 | | 3.4. | | die wilden 90er jahre |
| 121 | | 3.4.1. | | die umbaupläne |
| 126 | | 3.4.2. | | die drogentoten |
| 133 | | 3.4.3. | | die feierlichkeiten zum 20jährigen jubiläum |
| 136 | | 3.4.4. | | die jüngsten entwicklungen |
| 139 | | 3.4.5. | | der status quo |
| 145 | | 4. | | das flex |
| 145 | | 4.1. | | die gründung des flex |
| 148 | | 4.2. | | die problemfelder |
| 150 | | 4.2.1. | | skinheads, eine bedrohung |
| 151 | | 4.2.2. | | die folgen der öffentlichen aufmerksamkeit |
| 156 | | 4.3. | | das flex am schottenring |
| 157 | | 4.3.1. | | die hürden bis zur eröffnung |
| 158 | | 4.3.1.1. | | differenzen mit offiziellen volksvertretungen und behörden |
| 162 | | 4.3.1.2. | | die widerstände der fpö und övp gegen das flex |
| 166 | | 4.3.2. | | die auswirkungen der maßnahmen der opposition |
| 168 | | 4.3.3. | | die förderungen |
| 170 | | 4.4. | | das flex nach der fertigstellung |
| 172 | | 4.5. | | resümee |
| 176 | | 5. | | schlußwort |
| 192 | | 6. | | literaturverzeichnis |
| 192 | | 6.1. | | tageszeitungen |
| 193 | | 6.2. | | periodika, zeitschriften, diverse publikationen und schriftstücke |
| 196 | | 6.3. | | publikationen in buchform, kataloge, einzelschriften, artikel u.ä. |
| 202 | | 6.4. | | interviews und informationsgespräche |
| 203 | | | | curriculum vitae |
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textauszüge
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| 2 | | 2. | | einleitung
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| 23f | | | | in wien gab und gibt es einige orte an denen sich die subkulturen ihre freiräume erschaffen haben. an dieser stelle sollen einige wichtige veranstaltungsorte und treffpunkte exemplarisch erwähnt werden. [...] golden-gate-club [...] folkclub atlantis [...] arena [...] z-club [...] amerling-haus [...] wuk [...] "gaga" [...] hausgemeinschaft aegidi/spalowsky [...] szene wien [...] ernst kirchweger haus
[...] der leichte boom des wiener underground in den 80er jahren und sein höhenflug in den 90ern bringen weitere lokaleröffnungenmit sich2_228 [...] blue box [...] chelsea [...] b.a.c.h. [...] flex [...] u4 [...] nachtasyl [...] pandoras box [...] 7stern [...] wiener rockhaus [...] metropol [...] bricks [...] shelter [...] manchesterclub [...] kunstwerk [...]
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| 28 | | 3. | | die arena
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| | | | die arena ist aber nicht nur ein bedeutendes veranstaltungszentrum, sie ist vor allem auch ein politischer faktor, um den immer wieder heiße diskussionen geführt werden und häufig meinungsverschiedenheiten auftreten.3_338 der freiheitliche bezirksobmann des 3. bezirks, in dem sich die anlage befindet, erachtet beispielsweise das dortige kulturelle angebot als gift für die seele und den geist, und er kritisiert einige vorkommnisse am veranstaltungsort aufs schärfste. seiner meinung nach werde durch die arenauten das staatliche rechtssystem und damit die bürger dieses staates offen verhöhnt und mißachtet. aufgrund dessen spricht sich der politiker im namen der wiener freiheitlichen strikt gegen eine weitere subventionierung aus.3_339
einige vertreter der volkspartei äußern sich gemessen an den harten worten, die in der gemeinderatssitzung um die unterstützung der arena-ausstellung gefallen sind3_340, gemäßigter. sie bemängeln nicht den inhalt der veranstaltungen sondern die zu geringe bereitschaft der arena-mitarbeiter, mit drogenfahndern und sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten. deshalb kommt auch für diese partei eine finanzielle unterstützung nicht in frage.3_341 in der beziehung des kulturzentrums zur övp könnte sich jedoch eine änderung abzeichnen. mit der letzten gemeinderatswahl ist das kulturessort der stadt wien mit einem övp-politiker, peter marboe, besetzt. der kulturstadtrat setzt sich prinzipiell für die anliegen der arena ein und möchte einen neuen dialog, verbunden mit einiger überzeugungsarbeit in gang bringen, um vorurteile abzubauen.3_342 auch die arenauten sind an weiteren gesprächen interessiert.3_343
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| 141f | | | | in welche richtung diese entwicklung geht, kann derzeit jedoch noch nicht abgesehen werden. ein klimawechsel wäre der arena jedoch zu wünschen, denn bis dato tauchen von zeit zu zeit haltlose anschuldigungen der konservativen presse3_344, kritische wortmeldungen der polizei3_345 und so manche zensurversuche sowie verdächtigungen von seiten der fpö und der övp3_346 auf, die trotz eines gewissen gewöhnungseffekts die arbeit der arenauten beeinträchtigen.
[...]
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| 145 | | 4. | | das flex
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| | | | adresse: donaukanal bei der u-bahn-station schottenring postfach 326 1030 wien tel.: 01–533.75.25, 01–533.75.29, 01–533.75.24
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| 145 | | 4.1. | | die gründung des flex
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| 147ff | | | | der erste standort des flex befindet sich im 12. wiener gemeindebezirk in der arndtstraße 51. das betreffende objekt wird anfang 1989 angemietet, und nach etwa einjährigen, von den beteiligten selbst durchgeführten renovierungsarbeiten, wird mit beginn des jahres 1990 ein regelmäßiger betrieb aufgenommen. als mieter und für den betrieb hauptsächlich verantworliche fungieren tom eller, der auch am heutigen flex maßgeblich beteiligt ist, und der sozialwissenschaftler dr. erich dimitz, der in behördlichen, verwaltungstechnischen und politischen fragen hilfreich zur seite steht.41_1
die kulturellen und politischen wurzeln des flex liegen in den besetzten häusern der aegidi- und spalowskygasse, welche im sommer 1988 gewaltsam geräumt wurden. so wird das lokal von dem verein "aegidi/spalo, verein für gegenkultur" gegründet41_2, der als untermieter bei den zwei oben genannten hauptmietern auftritt.41_3 anfangs ist auch noch die "anarchistische initiative 'schwarze distel'/'revolutionsbräuhof'" an dem projekt aktiv beteiligt, welche jedoch nach etwa einem jahr die kooperation aufgibt.
[...]
das flex versteht sich als "autonomes zentrum für kultur und subkultur"41_6, wobei zur richtungsführung des projekts wöchentlich plena abgehalten werden.41_7 "die von der subkultur immer wieder eingeforderte einheit von wohnen, arbeiten und kulturschaffen kann nur in den letzten beiden aspekten eingelöst werden; integrierte wohnmöglichkeiten scheitern an den finanziellen grenzen"41_8, wie an der mangelnden räumlichen kapazität. einige der an sich selbst gestellten ansprüche lassen sich jedoch an dem kulturellen angebot sowie den potentiellen zielgruppen nachvollziehen.
[...]
dieses alternative kulturprogramm zielt vor allem auf randgruppen ab41_11, dies sind beispielsweise finanziell benachteiligte jugendliche oder personen, die sich mit dem angebot der hochkultur bzw. des mainstreams nicht identifizieren können. jedoch werden durch den anspruch der offenheit für jeden, besucher aus allen schichten willkommen geheißen, außer jenen, die der rechten szene angehören. zu den gästen zählen demnach hauptsächlich punks, vertreter verschiedener subkulturen, obdachlose jugendliche, "schüler, lehrlinge, studenten, arbeitslose und erwerbstätige."41_12 um für das zielpublikum noch attraktiver zu werden und den andernorts geltenden konsumzwang auszuschalten, werden orangensaft und mineralwasser gratis abgegeben, zudem wird eine konsequente low-price-politik verfolgt.41_13
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| 148 | | 4.2. | | die problemfelder
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| 149 | | | | [...]
diesen belastenden zustand (diskrepanzen mit dem vermieter und den anrainern, anm. der redaktion) verfolgen auch die flex-mitarbeiter aufmerksam. ihre position läßt sich am besten durch sie selbst beschreiben:
"leider leidet auch das flex an der krankheit fast aller kulturzentren: paranoide nachbarn, die ihre vorstellungen von ruhe und ordnung gefährdet sehen; reelle ruheströrungen von seiten des flex; unsolidarische gäste, die ihr revolutionäres mütchen an so mancher kühlerhaube auslassen. diese probleme sind den flex-aktivisten bewußt und nehmen einen großteil unserer bemühungen ums flex in anspruch."42_20
[...]
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| 156 | | 4.3. | | das flex am schottenring
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| 156, 161 | | | | das neu gefundene objekt unter dem schottenring zwischen u-bahn-trasse und donaukanal, in der nähe der kaiserbadschleuse, scheint dem flex ideal für einen kontinuierlichen veranstaltungsbetrieb. die bodenfläche beträgt etwa 450 m2, daraus ergibt sich ein fassungsvermögen von ca. 300 bis 500 personen.43_58 durch die günstige lage im ersten bezirk ist das kulturzentrum leicht mit er u-bahn zu erreichen, was auch ein anliegen der stadtvertreter ist, die das lokal keinesfalls am stadtrand ansiedeln wollten, um es in einem realistisch betrachteten einzugsgebiet für die zielgruppe jugend an die öffentlichen verkehrsmittel anzubinden.43_59 als positiv wird weiters die entfernung der nächsten anrainer von 130 m – 150 m empfunden43_60, so kann es kaum zu einer ruhestörung kommen. die lärmbelästigung scheint schon alleine durch die in der nähe liegenden stark befahrenen mehrspurigen straßen, welche einen hohen geräuschpegel verursachen, kein thema zu sein.
[...]
die widerstände gegen das flex beschränken sich aber nicht nur auf offizielle einwände, sondern ziehen auch gesellschaftspolitische kreise. die stärksten kontrahenten des flex sind und bleiben die fpö und die övp. die arbeiten kontinuierlich daran, während der gesamten errichtungszeit des neuen flex, ihre position gegen das kulturzentrum durchzusetzen und diese medial zu verwerten, um die anti-flex-lobby zu stärken.
[...]
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| 170 | | 4.4. | | das flex nach der fertigstellung
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| 170ff | | | | das flex erfüllt nach seiner dauerhaften eröffnung im oktober 1995 alle geforderten sicherheitsvorkehrungen und auflagen, somit erhält es neben der erlaubnis, konzerte durchführen zu können, auch eine konzession, die zu einem stetigen barbetrieb berechtigt. der zustand des objektes wirkt so vorteilhaft, daß sich der tragende mann des kulturzentrums, tom eller, sogar zu der aussage hinreißen läßt: "das flex ist jetzt so sicher wie das burgtheater."44_125 [...] das flex bietet in seiner neuen form also nicht nur alternatives kulturprogramm, sondern auch besucherkomfort.
[...]
das flex faßt in seiner heutigen form an die 800 besucher.44_128
[...]
gleichermaßen wie das projekt eine äußere veränderung durchgemacht hat, verändert sich laufend das kulturelle angebot. neben den alt bewährten alternative-independent-konzertveranstaltungen scheinen nun auch raves, techno-feste und clubbings im programm auf. das flex bleibt mit dieser vielfalt am puls der zeit, ist nicht unmittelbar einer musikkategorie zuzuordnen, und scheint die richtige angebotsmischung gefunden zu haben. denn das publikum dankt es ihm, teils mit zahlreichem erscheinen, etwa 10.000 gäste besuchten das flex alleine in der eröffnungswoche im oktober 199544_129, teils indem das kulturzentrum in einer spex-umfrage44_130 anfang 1996 zum beliebtesten underground-lokal von wien gewählt wird.44_131
[...]
die zielgruppe des kulturprojekts ist trotz aller neuerungen im wesentlichen gleich geblieben. noch immer sollen randgruppen angesprochen und erreicht sowie jugendlichen und angehörigen der gegenkultur ein freiraum geboten werden. die subkultur findet innerhalb der räumlichkeiten des veranstaltungsortes nach wie vor einen platz zur entfaltung. den aufenthalt im flex soll sich auch weiterhin jede person leisten können. die eintrittspreise für konzerte und parties sind zwar im vergleich zu früheren tagen etwas angehoben worden, dies ist großteils auf den durch die teuren baukosten verursachten schuldenberg zurückzuführen. nach wie vor herrscht wie seit der eröffnung des lokals in der arndtstraße jedoch kein konsumzwang und auch das mineralwasser wird gratis abgegeben.44_134
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| 172 | | 4.5. | | resümee
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| 174f, 179ff | | | | das flex gibt auch einen guten präzedenzfall für die spaltung des kulturverständnisses in wien und wahrscheinlich in ganz österreich ab. auf der einen seite befinden sich die konservativen, dem rechten politischen spektrum zuzuordnende politiker der fpö und övp sowie durchwegs die massenpublikationen kurier und kronen zeitung. sie steuern in der regel dem flex entgegen, weil es ein anderes kunst- und kulturkonzept verfolgt, als diese gruppen verwirklicht sehen wollen. auf der anderen seite treffen sich die traditionell dem linken politischen spektrum zuzurechnende spö sowie die grünen als auch im wesentlichen die printmedien der standard und der falter sowie einige zeitschriften der alternativkultur. sie sind dem projekt gegenüber großteils positiv und fördernd eingestellt, oder tolerieren es zumindest. eine ähnliche meinungsverschiedenheit, teilweise über die parteigrenzen hinweg herrscht zwischen bund und stadtregierung einerseits und der bezirksebene andererseits. die überregionalen interessen unterstützen ein kulturprojekt, während sich die bezirksvertreter vor einer vermeintlichen gefahr schützen wollen. wobei die regionalen repräsentanten durchwegs die förderung der jugend sowie die errichtung der dazu notwendigen räumlichkeiten befürworten, doch niemand will diese in seinem eigenen bezirk beheimatet wissen.
[...]
um jedoch die jugend zu erreichen, die sich immer stärker von den traditionellen instrumenten der politik abwendet, wie beispielsweise von parteimitgliedschaft, zugehörigkeit zu politischen vereinen und verbänden, parteiveranstaltungen wie fackelzüge oder jugendwandertage etc., nehmen die parteien und deren vorfeldorganisationen bereits häufig für sie neue initiativen in die hand. sie organisiern in eigenregie clubbings, durch die sie ein ansonsten verlorenes wählerpotential ansprechen wollen, um ihre politische botschaft zu vermitteln. nachstehend sind ein paar beispiele für diese entwicklung angeführt.
[...]
im rathaus fand wiederholt ein jungbürgerclubbing statt.45_15 aber auch von volksparteilicher seite wird dieser weg versucht, um mit der jugend in kontakt zu kommen. franz morak führte 1994 ein trachten-techno-clubbing im schutzhaus zukunft durch, kam bei dieser veranstaltung jedoch in unliebsamen kontakt mit rechten kreisen.45_16 im wiener metropol fand während des wahlkampfes im herbst 1995 ein von einer övp-vorfeldorganisation initiierter 'viennergy-rave' statt."45_17
[...]
"von seiten der subkultur regt sich gegen diese art der einvernahme jedoch widerstand. einer der bekanntesten djs wiens, lx, lehnte ein engagement bei dem erwähnten viennergy-rave ab. nach seinen aussagen hätte er auch bei einer veranstaltung der spö seine platten nicht aufgelegt.45_19 aufgrund der widerstände der övp gegen die errichtung des flex am schottenring rufen außerdem die heimischen djs zum boykott von viennergy auf.45_20 auch für so manche von der spö oder von ihr nahe stehenden gruppierungen organisierten veranstaltungen bleibt eine kritik nicht aus. viele besucher hätten gar nicht gewußt, daß es sich um werbeveranstaltungen der sozialisten gehandelt habe45_21. aber nicht nur bei den clubbings, auch bei den lokalen lehnt die subkultur eine einmischung der politischen parteien ab. dies geschah beispielsweise in der arena, als mitglieder der spö sowie der sozialististischen partei nahe stehende person die leitung der arena an sich ziehen wollten.
so gesehen möchten die angehörigen der subkultur nicht mit parteipolitischen anliegen in verbindung gebracht werden. demnach ist eine von der politik instrumentalisierte subkultur ihrer ursprünglichkeit beraubt und es mangelt ihr, ähnlich der in der einleitung erläuterten entwicklung, bei einer kommerzialisierung an authentizität." |
© mag rosemarie rauscher 2002
[jede veröffentlichung, die über ein zitat hinausgeht, erfordert rücksprache mit der autorin]
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fußnoten
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| 2 | | 2. | | einleitung
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| 2_228 | | bajlicz othmar: wahrheiten gelassen erzählt in: chelsea chronicle 1/2-92 s.4; horvath rainer: clubszene. subventionspolitik im speziellen. rockmusik. internationalität in: .w.i.e.n sounds fair '95. beilage zu falter 17/95 s.2; duller chris: dullers klingende welt. was macht der fisch im november? in falter 44/95 s.26
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| 28 | | 3. | | die arena
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| 3_338 | | pranzl alfred: zäsur in sachen jugendkultur. 20 jahre selbstverwaltete arena in: wiener zeitung vom 21. 6. 1996; lackner herbert: die alte "arena" und was von ihr bis heute geblieben ist in az vom 27. juni 1986; polizei in bereitschaft "für spontan-aktionen" in: die presse vom 5.2.1997
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| 3_339 | | strache heinz-christian. bezirksobmann der freiheitlichen bezirksgruppe landstraße: aus freiheitlicher sicht. arena – kultursubvention und sicherheitspolitik auf der landstraße 1996; 2,8 mio-spritze für die "arena" in: bezirksjournal landstraße nr. 4/1997 s.2
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| 3_340 | | siehe oben
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| 3_341 | | 2,8 mio-spritze für die "arena" in: bezirksjournal landstraße nr. 4/1997 s.2
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| 3_342 | | knecht doris: kommentar. durchs reden kommen die leut' zsamm in: falter 6/97 s. 15; dies.: "nicht blödsinnig nein sagen". interview mit kulturstadtrad marboe in: falter 6/97 s. 50
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| 3_343 | | gespräch mit thomas thaler, dem jetzigen obmann des vereins forum wien arena, im april 1997
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| 3_344 | | polizei in bereitschaft "für spontan-aktion" in: die presse vom 5.2.1997
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| 3_345 | | 2,8 mio-spritze für die "arena" in: bezirksjournal landstraße nr. 4/1997 s.2
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| 3_346 | | duller chris: dullers klingende welt. sogar der fpö zu blöd in: falter 49/96 s. 27; eli: geld für arena: ampelkoalition gegen fpö-övp in: der standard vom 16.1.1997; frei: an das rathaus. z.h. sozialstadtätin grete laska in: der standard vom 1./2. februar 1997; linsinger eva: rettende viren und kampf der besetzerin und stadträtin in: der standard vom 1./2. februar 1997; der ewige zankapfel 'arena' in: der standard vom 1./2. februar 1997; göpfrich andrea (lif, landesklub wien): arena-förderung. leserbrief in: falter 8/97 s. 4
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| 145 | | 4.1. | | die gründung des flex
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| 41_1 | | drobil konstantin; jandl ursula; nikolic tiberiju: eine studie über das autonome zentrum für subkultur "flex". seminar aus österrischer regimelehre und politik: politik an der basis. eingereicht bei: prof. p. gerlich, prof. r. girtler, universität-wien 1992 s. 4
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| 41_11 | | wimmer georg: berührungsängste mit den "bunten hunden" in az 10. jänner 1991
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| 41_12 | | drobil konstantin; jandl ursula; nikolic tiberiju:a.a.o. s. 6
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| 41_13 | | ebd. s.6-7
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| 41_2 | | knecht doris: spaced out in falter 35/90
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| 41_3 | | drobil konstantin; jandl ursula; nikolic tiberiju:a.a.o. anhang. interview mit herrn dr. erich dimitz s. 3
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| 41_6 | | flugblatt des flex, ohne datum, wahrscheinlich im september 1991
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| 41_7 | | drobil konstantin; jandl ursula; nikolic tiberiju: a.a.o. s. 2
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| 41_8 | | knecht doris und dimitz erich für das flex-veranstalerkomitee: "unabhängig, lebendig, progessiv und offen". das kulturzentrum "flex" tritt einigen "weitverbreiteten mißverstäündnissen" entgegen in: der standard 26.9.1991
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| 148 | | 4.2. | | die problemfelder
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| 42_20 | | flugblatt des flex ohne datum, wahrscheinlich im september 1991
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| 156 | | 4.3. | | das flex am schottenring
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| 43_58 | | duller, chris: anfang und ende in: falter 22/93
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| 43_59 | | schachinger christian: "flex": kein abriß, dafür umzugs-pläne in: der standard 3.6.1992
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| 43_60 | | schriftverkehr magistrat der stadt wien, ma 21 an die magistratsdirektion stadtbaudirektion vom 1. september 1992
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| 170 | | 4.4. | | das flex nach der fertigstellung
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| 44_125 | | duller chris: dullers klingende welt. sorgenfrei ins flex nr. 3 in: falter 39/95 s. 26
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| 44_128 | | lehner karin: einfach erschöpft in: profil 17/96 s. 132
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| 44_129 | | flex offiziell eröffnet in: falter 43/95 s. 68
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| 44_130 | | das "spex" ist eine bedeutende musikzeitschrift der subkultur.
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| 44_131 | | duller, chris: dullers klingende welt. sind wir selbstbewußt geworden? in: falter 7/96 s. 23
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| 44_134 | | duller chris: wien, wie es klingt und kracht in: falter 42/95 s.68-69
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| 172 | | 4.5. | | resümee
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| 45_15 | | häupl dr. michael: nicht die jugend abdrängen! in: unser wien 19/95 s. 5
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| 45_16 | | deix jimmy: exclusiv bei prinz after hours in prinz 11/94 s. 12
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| 45_17 | | was kommt. wahlkampf-rave in: falter 42/95 s. 7, rottenberg thomas: geht görg grooven? in: falter 43/95 s. 74
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| 45_19 | | rottenberg thomas: geht görg grooven? in: falter 43/95 s. 74
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| 45_20 | | was kommt. wahlkampf-rave in: falter 42/95 s. 7
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| 45_21 | | deix jimmy: exclusiv bei prinz after hours in prinz 11/94 s. 12 |
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